Acht Rollen, sportlich, cool

TS7A5158-Modifier-by Greg_MirzoyanQuelle: http://www.rollerblade.com/deutschland/the-rollerblade-experience/locations/two-of-europes-finest-aggressive-inline-skaters-shredding-in-barcelona/

Wer sich fürs Inline-Skating interessiert, dem wird der Name Rollerblade sicher etwas sagen. Doch welche Menschen interessieren sich für die Art der Fortbewegung auf acht Rollen? Erste schnelle Rückschlüsse auf die Zielgruppe des Inliner-Herstellers gibt die Seite www.rollerblade.com.

Zumindest die Startseite stellt sich zunächst dem Eindruck entgegen, dass Inline-Skating auch etwas für Ältere oder Normalos sein könnte. Coole, hippe, sportliche, meist männliche Protagonisten blinzeln in die Kamera oder wagen halsbrecherische Stunts an Treppengeländern. Demnach gibt sich Rollerblade als Sportmarke mit Adrenalin. Inlinern als Lifestyle – mehr als nur Abschalten nach der Büroschicht.

Folgendes Zitat findet sich auf der Homepage – und widerspricht zum Teil der durch die Aufmachung vermittelten Werte:

„Während Rollschuhe früher ein reines Trainingsgerät für Eishockeyspieler außerhalb der Saison waren, sind die heutigen Inline-Skates ein Sportgerät, das für einen bestimmten Lifestyle steht und von einem breiten Publikum verwendet wird. Inline-Skating begeistert heute professionelle Sportler ebenso wie Fitnessbewusste und alle, unabhängig vom Alter, die einfach Spaß haben wollen.“

Ok, auch wenn man den 78-jährigen Rollnacht-Opi auf der Homepage nicht findet und weite Teile in englischer Sprache gehalten sind…Rollerblade will alle Altersgruppen ansprechen. Geschlecht, Nationalität, Familienstand etc. scheinen egal. Voraussetzung ist Bock auf Bewegung und der Drang nach Fun.

Zwar kann man auch in der Gruppe durch die Gegend rollen, doch irgendwie muss es auch jeder für sich tun. Und zwar auf befestigten Wegen. Es liegt also der Verdacht nahe, Inline-Skating ist ein Sport für urbane Individualisten, für Liebhaber von Action und Geschwindigkeit – was Letzteres angeht also eher das Gegenteil von Wandern in den Alpen.

Das liebe Geld scheint für den Rollerblader übrigens nicht unbedingt wichtigstes Thema zu sein. Bei der Produktschau jedenfalls gab es einiges zu bestaunen. Nur nicht den Preis. Wer sich auf acht Rollen von Rollerblade selbstverwirklicht, der fragt nicht sofort nach den Kosten.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.