„Buzz Marketing“ der etwas anderen Art

Wie gerade besprochen ist es für ein Unternehmen, eine Marke sehr erstrebenswert einen solchen Kultstatus zu erreichen, dass Fans/Kunden die Marke freiwillig präsentieren und sich dafür einsetzen wo auch immer sie dazu die Gelegenheit bekommen. Dazu gehören Internet-Foren, Social Media Platformen, Gespräche im Bekanntenkreis, öffentliche Diskussionen etc. Es zeugt natürlich (im Regelfall) von einer bestimmten Bekanntheit und Beliebtheit der Marke, was sie von der Masse der „brands“ abhebt. Das Ganze geht aber noch eine Stufe weiter, wenn „neutrale“ Personen/Organisationen/Projekte freiwillig eine bestimmte Marke präsentieren….am besten natürlich mit einer positiven Assoziation.

Eine Marke muss natürlich schon einen besonderen Status erreichen um in neutralen Projekten, wie zum Beispiel Kunstprojekten, präsentiert zu werden. Ein Beispiel das wohl jeder kennt ist die Präsentation der Marke  „Campbell’s Soup“ in Andy Warhol’s berühmten Werk „Campbell’s Soup Cans“.

Andy Warhol – Campbell’s Soup Cans

Das Projekt hat den Kultstatus der Marke auf jeden Fall weiter ausgebaut und bestärkt die Marke bis heute – Kunst is ja bekanntlich unvergänglich. Campbell’s  ist immer noch sehr beliebt in den USA.

Vor ein paar Jahren bin ich zufällig, auf der Suche nach etwas Essbarem in nächtlichen Paris, über ein anderes, sehr interessantes Beispiel zu diesem Thema gestolpert. In einem Galerie-Schaufenster lief ein „Comic“- zumindest dachte ich das bis ich stehen blieb und mir das Ganze genauer angeschaut habe. Tatsächlich handelte es sich dabei aber um einen geniallen Kurzfilm mit dem Titel „Logorama“von der französischen Animations-Kollektive H5 (François Alaux, Hervé de Crécy and Ludovic Houplain). Ich finde es zeigt auf eine faszinierende Art die Macht der Marken und wie sie unser tägliches Leben prägen. Erstaunlich auch, mit wie vielen Marken wir immer wieder in Kontakt treten, oft ohne es „bewusst“ wahr zu nehmen. In dem Film werden hunderte von Marken verarbeitet, zugleich fallen einem immer weitere ein die nicht drin vorkommen. Da grübelt man nach, wie viele Marken kenn ich eigentlich, mit vielen habe ich immer mal zu tun im täglichen Leben?!

Der Film macht sicherlich „Buzz-Marketing“ für die darin vorkommenden Marken. Manche mögen es vielleicht nicht mit einer etwas negativen Assoziation versehen worden zu sein (Ronald McDonald als psycho-Bösewicht :)) aber ein „Buzz“ ist jedem gezeigten Brand sicher. Jeder Zuschauer erkennt wie mächtig eine Marke sein muss um in ein solches Projekt eingebunden worden zu sein und wie sie sich dann aus der Masse der uns umgebenden Marken heraushebt. Es ist ja auch Kunst, was dem Ganzen noch zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht. Ich würde sagen, es ist nicht verkehrt für ein Unternehmen in einem solchen Film genannt/gezeigt worden zu sein. Immerhin wirkt Ronald auch irgendwie cool in dem Film! Der Kurzfil hat übrigens einen Oscar gewonnen – das schadet ja auch nicht.

Schaut es Euch an wenn Ihr ein paar  Minuten frei habt, auch wenn Ihr das vielleicht schon kennt. Aber Achtung, die Sprache ist  nicht immer Jugendfrei. Viel Spaß!

Zum Logorama Video

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