Crowdfunding – attraktive Schwarmfinanzierung

Quelle: Cafè KrümelkücheAm Anfang steht stets die Begeisterung für ein Projekt – diese überträgt sich seit jeher viral auf organische Art und Weise von Mensch zu Mensch. Der Virus verbreitet sich im eigenen Freundeskreis sowie bei den Freunden der Freunde der Freunde… Die heutige Best Practice: Cafè Krümelküche, Duisburg.

Die Krümelküche war nicht schon immer die Krümelküche

Am Anfang standen Dennis und Sarah und ihre Begeisterung für die vegane Lebensart. Er ist Musiker, sie leidenschaftliche Köchin und Bäckerin. Sie laden Sonntags Menschen über Facebook zu veganen Kuchennachmittagen in ihr privates Heim ein, man fühlt sich, als sei man zu Gast bei Freunden. Die Kuchenportionen sind riesig und lecker, dazu eigens frisch gebrühter Kaffee oder Tee – mit Soja-, Dinkel- oder Hafermilch, versteht sich. Gegen einen Beitrag nach eigenem Ermessen kommt man gerne wieder. Doch innerhalb kürzester Zeit kommen weit mehr Anmeldungen als sie bewältigen können, man findet sich plötzlich auf der Warteliste wieder – und will mehr. Ja, ein veganes Cafè, das täglich geöffnet hat, das wäre schön.

Leider fehlt Sarah und Dennis das Startkapital, die Bank ist skeptisch, die wunderschöne Altbau-Location in Hochfeld aber schon ausgeguckt. Eine größere Facebook-Gemeinschaft bestehend aus Freunden der veganen Küche sowie Freunden von Freunden setzt sich für sie ein, ermutigt und unterstützt, wo es geht. Die süßen Köstlichkeiten werden über befreundete vegane Cafès und Restaurants in Essen und Duisburg vertrieben, mehr Fans kommen hinzu. Sarah teilt auf tumblr ihre ungewöhnlichen Rezepte zum Nachmachen. Zeit, eine Campagne zu starten.

Sie ruft per Crowdfunding-Campagne auf Facebook zur Spende auf. Je nach Spendenhöhe erhält der edle Geber von einer herzlichen Umarmung bis zu einem privaten Backkurs und anderen Exclusivitäten eine wertige Gegenleistung. Wer einen Muffin nach sich benannt haben möchte, der spendet. Das Ziel ist dabei ein gemeinnütziges: Ein veganes Cafè gibt es in Duisburg noch nicht, sehr wohl aber eine ausgehungerte, gut vernetzte vegane Community, die auch bereit ist, innerhalb des näheren Ruhrgebietes anzufahren. Die Campagne ist erfolgreich, wenn auch die angestrebten 20.000 Euro nicht ganz erreicht werden – der Traum vom eigenen Cafè wird schließlich mit viel Eigeninitiative verwirklicht.

Insgesamt kann man sagen: Crowdfunding ist an dieser Stelle eine echte win-win-Lösung für alle Beteiligten und jeden Cent wert!

Weitere Infos zur Krümelküche findet ihr hier.

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