Crowdsourced Content im Social Media Prisma

Crowdsourced Content ist ein Teil des Social Media Prisma (c) ethorityEinen Überblick über die deutsche Social Media Landschaft liefert das Social Media Prisma von ethority.  Aktuell sind 261 Plattformen und Dienste vertreten, die in 25 Kategorien eingeteilt sind. Crowdsourced Content (nutzergenerierter Inhalt) ist eine davon, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Crowdsourcing bezeichnet einen Zusammenschluss von Personen, die gemeinsam mithilfe von Web 2.0 Anwendungen an einem Projekt oder einer Idee arbeiten, Feedback geben zu Produkten oder Dienstleistungen und somit Inhalte kreieren. Oft spricht man dann auch von der „Weisheit der Vielen“ oder von „Schwarmintelligenz„. Eine ausführlichere wissenschaftliche Definition gibt die Wikipedia:

Definition nach Nicole Martin, Stefan Lessmann und Stefan Voß: „Crowdsourcing ist eine interaktive Form der Leistungserbringung, die kollaborativ oder wettbewerbsorientiert organisiert ist und eine große Anzahl extrinsisch oder intrinsisch motivierter Akteure unterschiedlichen Wissensstands unter Verwendung moderner IuK-Systeme auf Basis des Web 2.0 einbezieht. Leistungsobjekt sind Produkte oder Dienstleistungen unterschiedlichen Innovationsgrades, welche durch das Netzwerk der Partizipierenden reaktiv aufgrund externer Anstöße oder proaktiv durch selbsttätiges Identifizieren von Bedarfslücken bzw. Opportunitäten entwickelt werden.“[4]

Zudem bezeichnet der Begriff Crowdsourcing auch das Sammeln von Ideen und Rückmeldungen von außerhalb[5] und Prognosen.[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdsourcing, abgerufen am 17.12.2014 um 12:37

Formen von Crowdsourced Content

Das bekannteste Beispiel für Nutzer-Generierte Inhalte ist wahrscheinlich die Wikipedia-Enzyklopädie selbst. Seit Mai 2001 wurden aus freien Inhalten über 1,7 Millionen deutsche Artikel veröffentlicht.

Eine weitere Form des Crowdsourcings ist das Crowdtesting. Ein Beispiel dafür ist das Guttenplag, das 2011 bekannt geworden ist, weil es durch die Zusammenarbeit vieler Einzelpersonen mit einem Wiki die Plagiatsstellen in der Dissertation des CSU-Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg aufdeckte. Es führte zur Aberkennung seines Doktortitels sowie zu seinem politischen Rücktritt.

Crowdfunding ist eine weitere Form von Crowdsourcing. Im Netz werden Projekte, Produkte oder Geschäftsideen präsentiert, die durch eine möglichst hohe Anzahl an Unterstützern realisiert werden sollen, die jeweils nur einen kleinen Geldbetrag spenden. Als Gegenleistung erhalten die Unterstützer ein Dankeschön, das sich nach der Höhe ihres Geldbetrages richtet. Bekannte internationale Plattformen sind Indiegogo und Kickstarter, aber auch in Deutschland gibt gute Crowdfunding Plattformen, z.B. startnext, die sich auf kreative Projekte von Filmemachern, Designern, Musikern oder Fotografen spezialisiert hat. Hier ein kleines Video über Crowdfunding:

Weitere Plattformen, die im Social Media Prisma unter Crowdsourced Content präsentiert werden, sind zum Beispiel:

  • Digg: ein Anbieter von Social Bookmarks, der sich auf Videos, Artikel und Fotos spezialisiert hat.
    Claim: What the internet is talking about right now.
  • Reddit: ein Anbieter von social news.
    Claim: „reddit is a website about everything: powered by community, democracy and you“
  • Quora: eine Plattform mit dem Ziel, Antworten auf konkrete Fragen zu geben und so eine Wissensdatenbank aufzubauen.
    Claim: „Your best source of knowledge“

 

Über Annika

Online-Redakteurin mit Begeisterung für Kultur, Kunst, Literatur, Kreativwirtschaft, Stadtwandel, Webkultur, Social Media.
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