Datenschutz bei Google

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  • Dieses Thema hat 4 Antworten und 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 6 Jahre von MissKiss.
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  • #3510
    LiBi
    Teilnehmer

    In Bezug auf die ARD Reportage möchte ich eine kurze Anregung zum Datenschutz schreiben. Und zwar gehe ich speziell auf die Aussage „ich hab nichts zu verbergen“ ein.
    Das ist meiner Meinung nach eine sehr bequeme, sogar zu bequeme Einstellung. Wir können uns das hier leisten, da wir den Luxus haben in einem relativ sicheren Land zu leben.
    Aber was passiert, wenn Datenmassen wie zum Beispiel die von Google, in Hände geraten, die beispielsweise eine andere politische Ideologie vertreten?
    Darüber sollte man zumindest mal nachgedacht haben, bevor man sich zurücklehnt und alles völlig unkritisch akzeptiert, was einem vorgegeben wird.

    #3514
    T. A.
    Teilnehmer

    In der ARD Reportage “Die geheime Macht von Google“ werden Google folgende Vorwürfe gemacht, zu denen ich kurz Stellung beziehe.
    – Google stellt in der Suchergebnisliste die eigenen Produkte und Dienstleistungen vor die Angebote der Wettbewerber.
    -> Google ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das in erster Linie wie jedes andere Unternehmen seinen Gewinn maximieren möchte. Das Unternehmen hat keinen staatlichen oder gemeinnützigen Auftrag, wodurch es zu Neutralität verpflichtet ist. Daher finde ich es legitim, dass Google seine eigenen Produkte auf seinen eigenen Seiten priorisiert, solange Google nicht gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.

    – Google verändert über Nacht seine Algorithmen, wodurch alle Internetseiten, die nicht auf die neuen Algorithmen optimiert sind, in der Suchergebnisliste nicht mehr erscheinen.
    -> Google sollte Änderungen der Rankingfaktoren frühzeitig und unmissverständlich veröffentlichen, damit kein Unternehmen benachteiligt wird.

    – Google erklärt nicht ausführlich, welche personenbezogenen Daten, wo und wie lange gespeichert werden und für welche Zwecke diese verwendet werden.
    -> Diesen Vorwurf muss sich Google leider gefallen lassen, da die auf dem Google-Dashboard angegebenen Daten ganz sicher nicht die einzigen Daten sind, die Google speichert und verwendet. Wenn Google tatsächlich nichts zu verbergen hat, kann das Unternehmen hier allen Spekulationen ein Ende setzen, indem es offen und ausführlich darlegt, wie es mit allen personenbezogenen Daten umgeht.

    #3531

    Bevor sich hier noch einige die Köpfe einschlagen oder hier irgendetwas falsch im Raum liegt. LiBi hat mit der Aussage aus dem Beitrag schon einen richtigen Ansatz beschrieben. Wir hier leben im Gegensatz zu Menschen in anderen Teilen dieser Welt sehr sicher. Natürlich ist solch ein „Monopol“ an persönlichen Daten auch immer eine Gefahr. Für uns hier im Westen ist Google wahrscheinlich ein größerer Schutz als für Menschen, die unter einer Diktatur leiden müssen. Es gibt Gründe, warum in manchen Ländern solche Dienste, aber auch Facebook und Twitter kurzzeitig/langfristig verboten worden sind.

    Selbstverständlich kann solch eine Sammlung auch von politischen Ideologien abseits der Demokratie genutzt werden. Solch ein Eindringen in die Privatsphäre wurde bereits schon öfters gemacht. Es war genau mein Ziel euch dafür ein wenig zu sensibilisieren, wobei das Online Marketing zu einem großen Teil von dieser Naivität lebt.

    #3532
    Laura
    Teilnehmer

    Ich denke auch, dass man das Thema Datenschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Und habe bei den etlichen Accounteinrichtungen auch mehr mals überlegt, wo ich nun echte Daten eingebe und wo ich mir einen Fakeaccount einrichte. Denke aber dass es sehr um die eigene Verantwortung geht. Wer sich auf dubiosen Seiten herumtreibt, extreme politische Meinungen im Internet verfechtet oder alle anderen informationen über die eigene Person willkürlich rauswirft, ist selber schuld. Wer verantwortlich im Internet agiert, denke ich braucht keine Angst vor Google zu haben. Es gibt genauso viele offline-Unternehmen, die riesige Karteiakten über uns haben, vermutlich ohne das wir davon wissen. Auch nicht besser, Aber wie schützen wir uns vor denen?

    #3539
    MissKiss
    Teilnehmer

    Es stimmt zwar schon, dass die „meisten“ von uns „nichts zu verbergen“ haben, aber dennoch geht es ja darum, wie die Lehrerin in der Reportage sagte, dass man nicht ohne des eigenen vorherigen Wissens so viel „Privates“ von sich preisgeben möchte.
    Mittlerweile sollte aber jedem bewusst sein, dass durch die Nutzung des WWWs, Daten die man OL stellt, erfasst und ausgewertet werden. Aber auch durch Bonusprogramme wie z.B. Payback gibt man sein Kauf-/Konsumverhalten preis.

    Was mich aber stört, dass durch Google so enorm GROSS und mächtig ist, dass da die Transparenz fehlt.
    Bei Payback weiß ich, dass ich, sobald ich meine Payback-Karte vorzeige, die Daten erfasst werden. Das ist für mich, da ich mich dafür entschieden habe, OK.
    Aber bei Google fehlt mir da die Transparenz, ich wusste und weiß es immer noch nicht, was alles zu Google gehört und kann so nicht im vorneherein entscheiden, ob ich das möchte oder nicht… Das erfordert schon eine längere Recherche…

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