Hey Google,Finger weg von meinen Daten!

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  • #6094
    Julia Stoll
    Teilnehmer

    Google finde ich generell sehr gut! Ich finde, das was Google anbietet, toll gemacht und toll erdacht. Ich habe auch großen Respekt vor dem Erfindergeist der beiden ehemaligen Studenten von Stanford. Super Idee zur richtigen Zeit, verdient ein Vermögen gemacht. Google ist die beste Suchmaschine, die es gibt.
    Jetzt kommt allerdings das große ABER! Ich habe überhaupt keine Lust, dass irgendwo auf irgendeinem Server gespeichert wird, was ich wo kaufe, welche Veranstaltungen ich besuche, welche Bücher ich lese und wohin ich gereist bin. Das geht schlicht und ergreifend einfach Niemanden etwas an. Wenn ich mir in einem Geschäft im richtigen Leben etwas kaufe, dann erzähle ich dem Verkaufspersonal auch nicht, in welchen Laden ich anschließend gehe und was ich plane, dort zu kaufen. Weil…richtig, es geht Niemanden etwas an! Das blöde Argument „ich habe ja nichts zu verbergen“ trifft natürlich auch (fast) auf mich zu. Ich habe nichts zu verbergen, aber eben nur fast, denn ich möchte gerne mein Privatleben vor unerwünschten Zugriffen verbergen.
    In der ARD Reportage wurde berichtet, dass Google „Nest“ gekauft hat. Mit „Nest“ kann man z.B. die Heizung von der Ferne steuern. Wie unnötig ist das denn bitte? Welches Weichei hält es nicht zehn Minuten in seiner kalten Wohnung aus bis sie warm geworden ist??
    Google Maps ist super praktisch; allerdings habe ich auch schon erlebt, wie Menschen ohne Internetverbindung im Ausland plötzlich ihr Ziel nicht mehr gefunden haben, weil sie nicht fähig waren, eine einfache Karte zu lesen. Und möchte ich wirklich, dass Google weiß, wo ich arbeite, wo ich Sport mache, in welches Kino ich sehr oft gehe oder in welche Clubs ich zum Feiern gehe? Äh, ganz klar, nein!
    Google Earth finde ich super; sehr praktisch, wenn man schauen kann, ob das Urlaubsdomizil direkt an einer großen Straße liegt. Meine Tochter ist gerade ein Jahr an einer amerikanischen Uni und ich habe mir mithilfe von Google Earth angeschaut, wie da die Umgebung so aussieht. Toll! Aber ich würde nie jedes Mal auf Google Earth nachschauen, wenn ich irgendwo hinfahre, wo ich vorher noch nicht gewesen bin. Einen Überraschungsmoment sollte man sich doch erhalten!
    Fazit: Wie bereits oben erwähnt, finde ich Google toll gemacht, es ist sehr nützlich und der Versuch, ohne auszukommen, z.B. durch Nutzung von duckduckgo oder startpage, ist nicht immer praktikabel. Aber bitte Google, Finger weg von meinen Daten!

    #6099
    tkapteina
    Teilnehmer

    aber dass ist ja das geschäft mit den meta data. „wissen ist Macht und nix wissen macht nix“. Wenn sich das geschäftsmodell nicht lohnen würde, würde Google das wohl nicht machen. Also finde ich solltest du nicht die Schuld bei Google suchen, sondern eher bei den Werbetreibenden, die das Geld dafür zahlen, um an deine Daten zu kommen. Google ist da im Prinzip nur das Mittel zum Zweck. Und wie gesagt, das steht dir auch frei jeden anderen Anbieter zu nutzen. Aber dann musst du unter umständen für die gleichen Informationen Geld bezahlen und es haben anstelle von einem Unternehmen gleich 15 Unternehmen deine Daten. Was meinst was besser ist und denkst du, das Google das einzige Unternehmen ist, was das macht, oder machen es alle Unternehmen undes fällt nicht so auf, weil die Firmen nicht so stark am Markt vertreten sind?!

    #6105
    Julia Stoll
    Teilnehmer

    Ich nutze ja auch andere Anbieter, aber wie ich ja auch in meinem Beitrag schreibe, ist Google nunmal das Beste und gerade beruflich nicht zu umgehen. Man bezahlt bei Google eben mit seinen Daten, dessen muss man sich bewusst sein. Und die Schuld bei Google liegt einfach darin, dass sie Geld mit meinen Daten machen; das sind ja nicht nur die Werbetreibenden.

    #6106
    tkapteina
    Teilnehmer

    das ist richtig, aber wenn es keine Abnehmer für deine Daten geben würde, würde Google auch nichts damit verdienen. 🙂

    #6128
    Jan K.
    Teilnehmer

    Ich finde die Nutzung der Daten für Werbezwecke gar nicht so problematisch. Problematisch wird es erst, wenn die Daten missbraucht werden. Das ist die Angst, die wir alle haben. Mir ist es egal, wenn ein Computer analysiert, was ich gekauft habe. Gibt er die Daten aber an Menschen weiter, die mir, aus welchem Grund auch immer, nicht wohl gesonnen sind, dann kann alles zur Falle werden. Das große Problem ist, Google kann die Daten nicht schützen. Die Geheimdienste haben schon Zugriff und vor Hackern ist niemand sicher. Google leitet ein Unternehmen, sie versuchen das Max zu erreichen und der Slogan, tue nichts Böses gilt wahrscheinlich wirklich noch. Aber sie können nicht verhindern, dass andere Böses tun. Da ist meine große Sorge und Angst. Wenn Google so nicht finanzierbar ist, gut, dann ist das so und wir müssen bezahlen. Wikipedia lebt auch, ganz ohne Werbung. Ich gebe gerne ein paar Euros aus, wenn ich mich sicherer fühlen darf. Google darf es gerne anbieten: Unser Dienst kostet X €, Du kannst mit Deinen Daten oder der Kreditkarte zahlen.

    #6137
    tkapteina
    Teilnehmer

    aber das ist doch spätestens seit dem CCC in den 80gern so. wirklich schützen, kann man sich nicht, es sei denn, man würde alles ohne pc machen, da aber unsere gesellschaft mittlerweile so durchdigitaliert ist, wäre es utopisch, zu behaupten, dass das gehen würde. ebenso finde ich es auch nicht verwerflich, wenn die geheimdienste zugriffe auf relevante daten bekommen, da es weiterhin dem allgemeinwohl dient. jedoch finden gerade terrorgruppen immer wieder schupflöcher um verhältnismäßig unerkannt zu bleiben. ausserdem muss man auch bedenken, dass die geheimdienste jeden versuch vereiteln müssen, es aber nur einen anschlag braucht, um eine hysterie auszulösen.

    #6139
    Jan K.
    Teilnehmer

    Die Geheimndienste tun Gutes? Ojeoje, es sitzen immer noch Menschen in Guantanamo, die seit Jahren gefoltert werden und nie hat ein Richter entschieden, dass das in Ordnung ist. Man weiß inzwischen, dass viele dort unschuldig sind.

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