Google Analytics |Daten auf dem Silbertablett

Google_Analytics_2014Lebst du noch oder analysierst du schon?

Es ist schon Wahnsinn, welche Unmengen an Daten Google durch sein professionelles Webanalysen-Tool Analytics zutage bringt. Und was für wertvolle Schlüsse sich daraus für jeden Website-Besitzer ableiten lassen.


Auskünfte über die Zielgruppe

Google Analytics Dashboard: Zielgruppenübersicht

Dashboard: Zielgruppenübersicht

So erfährt man in der „Zielgruppenübersicht“ beispielsweise nicht nur wie viele Nutzer wann (z.B. Sonntagmittag um 14:40 oder Montagmorgen um 08:00?) überhaupt auf die jeweilige Zielseite kamen, sondern auch, wer sie zum ersten Mal besuchte (New Visitor), wer schon öfter kam (Returning Visitor), wer sofort wieder das Weite suchte (Absprungrate) oder blieb und wenn er blieb, wie lange (durchschnittliche Sitzungsdauer) und wie viel Seiten währenddessen aufgerufen wurden (Seiten / Sitzung).


Demografische Merkmale

Im nächsten Schritt geht es an die hochinteressanten demografischen Parameter. Von wem (Geschlecht / Alter) wurde meine Seite von wo aus (Land/Stadt) besucht, wodurch (Browser / Betriebssystem / mobil) und wenn mobil: Mit welchem Handytyp geschah der Zugriff? Das alles lässt sich über einen Blick auf den Reiter „demografische Merkmale“ feststellen.


Google Analytics Dashboard: Affinitätskategorien

Dashboard: Affinitätskategorien

Affinitätskategorien: Kenne deine Kunden

Noch einen Schritt weiter geht es dann bei der Erfassung der sog. „Affinitätskategorien (Reichweite)“. Wofür interessieren sich die Besucher meiner Seite? Nichts leichter als das, immerhin reden wir hier von Google.

Google trackt unser Nutzungsverhalten im Internet (nichts Neues) und gruppiert uns anhand dieser Verhaltensmuster in Kategorien. Welche Werbeanzeigen werden angeklickt, nach welchen Begriffen wird gesucht, welche Seiten oft frequentiert? Anhand dieses Profils, das somit jeder von uns hinterlässt, wird er nun langsam aber sicher in eine Schublade gesteckt. Die Frage ist nur noch in welche. Fällt man durch sein auffälliges Verhalten nun also in die Gruppe der „Movie Lovers“, „Shopaholics“, „News Junkies“ oder „Technophiles“? Diese Kategorisierungen dienen natürlich nur als Orientierungshilfe und können auch schlicht und ergreifend falsch sein. Wer also z.B. plötzlich vom Rechner seiner Oma aus surft oder vom Handy seiner Freundin, generiert ein vollkommen anderes Nutzerprofil und fällt somit womöglich jäh in eine andere Kategorie.


Fazit

Wichtig ist es wohl, nicht jede Angabe für bare Münze zu nehmen. Wie wir selbst feststellten, gab es auch bei der Angabe des ermittelten Zugriffsorts Abweichungen, z.B. wenn der Server sich an einem anderen Ort befindet als man selbst. Um allerdings den Traffic einer Seite zu analysieren und zu optimieren, gibt Google Analytics einen weitreichenden und sehr nützlichen Überblick.

Im Auge behalten sollte man auch immer das große Ganze, also die Fähigkeit generierte Kennzahlen zu vergleichen und einzuordnen, um dann beispielsweise differenziert beurteilen zu können, ob eine Absprungrate von 33,4% ok ist (ist sie), ob man eine durchschnittliche Sitzungsdauer von 13:24 Minuten erfolgreich nennen kann (auf jeden Fall) oder was in aller Welt es zu bedeuten hat, wenn einer von 1310 Ankömmlingen durch den Firefox-Zugang dies nicht in der gegenwärtigen 35.0-Version tat, sondern in einer uralten 17.0-Version (nichts).

Über franziska

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3 Kommentare

  1. Toller Beitrag

  2. Super Artikel

    Ich finde ja die Affinitätskategorien eher verwirrend. Das ist zwar eine nette Spielereil, ist aber, wie im Artikel ja auch schon geschrieben, nicht unbedingt hilfreich. Was mich bei den Daten sehr stört, ist, dass ich nicht sehe, zu wie vielen Kategorien der Besucher gehört. Wenn ich mir die Zahlen so anschaue (Bsp. Datenmenge 16.298 Sitzungen und 12.544 Technophil und 6.662 Reisebegeistert + 95 weitere Kategorien) frage ich mich, woher ich jetzt wissen soll, was meine Besucher wirklich für Interessen haben, bzw. wie viele Interessen für einen Nutzer zutreffen.

    • Danke.
      Ja, meiner Meinung nach lässt sich eine genaue Zuordnung in Kategorien durch die Daten gar nicht klar vornehmen. Nur weil man z.B. zu Weihnachten ein paar DVDs verschenkt und sich verstärkt mit dem Thema „Filme“ auseinandersetzt ist man ja nicht per se „Movie Lover“. Aber zur Orientierung kann man die Kennzahlen sicher gut verwenden, zumal wenn sie so eindeutig sind (z.B. 12.500 von gut 16.300 in einer Kategorie sind ja ein gutes Zweidrittel und daher auch aussagekräftig).

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