P.O.S.T.-Strategie

Jugendliche

Jugendliche Leser (Bildquelle: privat)

P.O.S.T.-Strategie|Was ist das?

Heute haben wir die P.O.S.T.-Strategie kennengelernt. Mit dieser Strategie lassen sich Online-Marketing- und Social-Media-Aktivitäten gezielt planen. P.O.S.T. steht dabei für: People, Objectives, Strategy und Technology. Hierbei geht es darum, nicht einfach wild in Aktionismus zu verfallen, wenn man die Aufgabe bekommt für ein bestimmtes Produkt, Ereignis, eine Organisation etc. Online-Marketing zu betreiben und die gängigen Kanäle zu bespielen, weil eben alle anderen Mitbewerber das gleiche tun, sondern darum die Aktivitäten gezielt und zu meiner Zielgruppe und allgemeinen generellen Zielen passend abzustimmen. Daher sieht die P.O.S.T.-Strategie bei der Planung von Online-Aktivitäten mehrere Schritte vor. Wir möchten diese anhand des Beispiels von Jugendbüchern erläutern.

People – Wer ist meine Zielgruppe?

In diesem ersten Schritt analysiere ich meine Zielgruppe genauer und untersuche vor allem die Aktivität meiner Zielgruppe im Netz. Dabei betrachte ich, in welchen Sozialen Netzwerken sie unterwegs ist und durch welches Verhalten die Zielgruppe charakterisiert werden kann. Hierbei lässt sich unterscheiden zwischen Creators, Critics, Collectors, Joiners, Spectators und Inactives.

In meinem Beispiel wäre die Zielgruppe im Alter zwischen 10-16 Jahre. Laut einem Dossier der Springer Gruppe sind Facebook, Skype, YouTube, Twitter und Google+ die beliebtesten Online-Medien bei Jugendlichen. Die Zielgruppe ist sehr online-affin und tauscht sich rege über die Sozialen Netzwerke aus. Einige betreiben eigene Blogs (Creators) oder kommentieren Dinge über ihren eigenen YouTube-Kanal (Critics).

Objectives – Wie komme ich an meine Zielgruppe heran?

In diesem Schritt überlege ich mir, wie ich mit meiner Zielgruppe interagieren kann. Ich kann mir ein genaueres Bild von der Zielgruppe verschaffen, indem ich dieser zuhöre (z.B. durch Monitoring meiner Seite, durch gezieltes Lesen etc. relevanter (Literatur)Blogs, etc.). Zum anderen kann ich mit meiner Zielgruppe reden (z.B. Interessen und Feedback einholen auf Messen, in Gesprächen mit Kindern/Enkeln von Bekannten/Verwandten: „Was liest du gerne?“, „Was gefällt dir an diesen Büchern besonders gut?“, Wo liest du gerne?“ etc.). Zudem kann ich aktive Mitglieder meiner Zielgruppe auch enger an sich binden, indem man sie in ihrer Begeisterung für mein Produkt bestärke. So kann ich beispielsweise einflussreichen Buchbloggern mit kostenlosen Rezensionsexemplaren eine Freude machen. Außerdem können mich die einzelnen Leser quasi als Experten unterstützen indem sie selbst andere Leser beraten, ihnen Bücher empfehlen etc. Zu guter Letzt ist es wichtig die Zielgruppe direkt mit einzubeziehen (z.B. durch social-reading-events, cover-votings …).

Strategy – Was will ich langfristig erreichen?

Bevor ich mir Gedanken zu den konkreten Maßnahmen mache, sollte ich mir die generelle (Kommunikations-)Strategie meines Unternehmens vor Augen führen und mir überlegen, wie ich mir langfristig eine Bindung zu meinen Kunden/Lesern aufbaue. Bezüglich dieses Punktes sollte ich mir für mein Beispiel im Klaren darüber sein, wie das gesamte Haus generell mit (Buch-)Bloggern, (Online-)Rezensenten etc. umgeht.

Technology – Welche konkreten Aktivitäten setze ich um?

In diesem letzten Schritt der P.O.S.T.-Strategie betrachte ich nun ganz konkret, welche Maßnahmen ich wie und über welche Kanäle umsetzen möchte. Für meine Zilegruppe wären folgende Aktivitäten denkbar:

  • Versorgung mit kostenlosen Rezensionsexemplaren z.B. über BloggDeinBuch oder Lovelybooks (Blogger bekommen Bücher kostenlos von Verlagen, diskutieren gemeinsam über den Inhalt und rezensieren die Bücher anschließend auf ihrem Blog und/oder bei Amazon)
  • Covervotings über Facebook oder Pinterest (Leser können im Vorhinein abstimmen, welche Version des Buchcovers ihnen besser gefällt)
  • Newsfeed „Hinter den Verlagskulissen“ über Twitter und Facebook (spannende, interessante Infos aus dem Verlags- oder Autorenalltag)
  • Gewinnspiele auf Facebook („Malt ein Bild zur Buchszene xy“, „Findet das richtige Buchcover zum gezeigten Ausschnitt“…)
  • (interaktiver) Content auf der Unternehmensseite oder Micropages (Interview mit dem Autor, unveröffentlichte Skizzen, Online-Games zum Buchthema, Online-Quiz zum Buch…)
  • Live-Chat mit dem Autor/Illustrator
  • Video-Botschaft des Autors auf YouTube-Kanal des Verlags (–>zusätzliche Streuung über Facebook, Unternehmenswebsite, Website des Autors…)

Kleine Zusatzinformation von Burkhard Asmuth:

Entschuldige, dass ich in deinen Artikel schreibe, aber ich möchte Euch mal folgende Idee zu diesem Thema zeigen. Wie findet ihr diesen Aufbau eines Buch-Trailers?

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