Pinterest – visuelle Ideenschmiede oder Online-Marketing-Tool?

Pinnwandübersicht
Beispielseite Pinterest-Pinnwände

Ein Pin – ein Bild

Mit dem sozialen Netzwerk Pinterest lassen sich verschiedenste Inhalte kinderleicht verwalten. Ob Rezepte, Visual Statements, Einrichtungsideen, Hilfe in Alltagsfragen oder Tätowierungen, hier kannst du interessante Dinge sammeln, dich inspirieren lassen oder Ideen organisieren.

(Bildquelle: Pinterest, http://de.pinterest.com/, 17.12.2014)

Pinnen, sammeln und Teilen – Hier ist der Name Programm

Auf visuellen Pinnwänden kannst du Bilder aus dem Internet als Lesezeichen hinterlegen. Diese werden Pins genannt. Für jedes deiner Interessensgebiete kannst du eine eigene virtuelle Kategorie erstellen. Die hier abgelegten Pins führen mit einem Klick auf die Internetseite von der sie stammen. Deine Pinnwände kannst du entweder nur für dich erstellen –praktisch bei Geschenkideen etc.- oder für alle anderen Pinterestuser sichtbar machen. Folge den freigegebenen Pinnwänden anderer Pinner, entdecke so neue, spannende Inhalte, die deinen Interessen entsprechen und pinne sie weiter. Die neuesten Beiträge findest du nach dem Einloggen auf deiner Startseite. Über einen wöchentlichen Newsletter wirst du zusätzlich über Dinge informiert, die dich interessieren könnten. Die Pinterest-App ermöglicht es auch von unterwegs auf deinen Account zuzugreifen. Die App wird dir zum kostenlosen Download angeboten. In Deutschland hat das Netzwerk ca. 2,1 Millionen Nutzer, in Amerika ist jeder fünfte bei Pinterest angemeldet. Insbesondere Frauen machen von App und Webdienst Gebrauch. (Quelle: Netzoekonom, http://netzoekonom.de/2014/08/24/pinterest-nutzung-in-deutschland-schnellt-hoch/, 18.12.2014)

Mehrwert und Einsatzmöglichkeit für Unternehmen

Durch das Verlinken der Bilder auf die dahinterliegende Website ist die Plattform ebenfalls lukrativ als Werbeplattform für Unternehmen und Blogger. Da der Content die Nutzer personalisiert erreicht und dieser in der Regel nicht werblich ist, sondern einen Mehrwert bietet, haben Viele neuen Pins gegenüber eine positive und neugierige Grundeinstellung. Dem Netzwerk als Konzern beizutreten, um die Zielgruppe auf die eigene Internetpräsenz zu leiten wird, gerade von größeren Firmen, mehr und mehr als werbewirksame Maßnahme erkannt und von den Machern der Seite explizit promoted. Auch für Blogger und Selbständige bietet der Kanal tolle Chancen zu viralen Verbreitung der eigenen Produkte und Dienstleistungen. Gerade der Empfehlungscharakter ist einer der Hauptfaktoren, durch welchen die Besucher dieses Netzwerks offen für neue Beiträge sind.

Hier ein Beispiel:

Ina ist Schneiderin und Bekleidungstechnikerin. Gemeinsam mit Christian betreibt sie den Blog pattydoo.de. Auf diesem Blog bietet sie kostenlose Nähanleitungen und Tipps und Tricks für Nähanfänger an. Zudem kann man in ihrem Shop Schnittmuster kaufen. Tummelt man sich auf den gängigen Näh-Pinnwänden auf Pinterest, stolpert man unweigerlich über das ein oder andere kostenlose Nähprojekt von Ina. Um die komplette Anleitung zu sehen, folgt man dem Pin und landet auf Ihrer Website. Dort sticht einem dann das Schnittmuster für Kleid „Ella“ ins Auge, welches man sich gerne kauft, nachdem Ina bereits so nett war, mir kostenlosen Content zur Verfügung zu stellen. Und schwupps hat Ina eine neue Kundin.  Auch hier bewährt sich das Gesetz der Reziprotzität.

Pinterest – in Zukunft eine Werbeplattform?

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Pinterest für Unternehmen

Immer mehr Unternehmen entdecken Pinterest als Online-Marketing-Instrument für sich und die Seite bietet immer attraktivere Tools für die professionelle Nutzung an. Das Einbinden von Pin-it-Buttons ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Viele namhafte Konzerne wie Kraft Foods, Sephora, Sony und Allrecepies haben das Potential der viralen Verbreitung ihrer Produkte bereits erkannt und nutzen gezielt Pins für einen ausgewogenen Marketing-Mix. Wie genau sie das machen erfährst du hier.

Die zunehmende kommerzielle Nutzung wirft die Frage auf, wie lange das Netzwerk seinen ursprünglichen Charakter beibehalten wird? Darum sollten Unternehmen darauf achten, den hier angebotenen Content in einer Art und Weise zu verpacken, dass er den Nutzern einen reellen Mehrwert bietet, anstatt diese mit offensiver Werbung zu verprellen.

(Bildquelle: Business Pinterest, https://business.pinterest.com/de, 17.12.2014)

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