Social Bookmarking – Digitale Eselsohren

Social Media ist nicht nur facebook

 

Social Media ist mehr als die allseits bekannten Vernetzungsplattformen facebook oder twitter. Es gibt zig weitere Social-Media-Formen, die für den gelungenen Webauftritt sorgen. Eine sehr gute Übersicht erhält man in dem „Conversation Prism“. Der Name ist nicht ohne Grund gewählt: So bunt wie sich das Licht in einem Prisma bricht, so bunt ist auch die Social Media Landschaft.

web_Social_Prism

Das Social Media Prisma zeigt die bunte Vielfältigkeit der für Deutschland relevanten Social Media Kanäle

Was hat Social Media noch zu bieten?

 

Eine Untergruppierung sind die Social-Bookmarking-Dienste. Diese „Sozialen Lesezeichen“ sind die Eselsohren der digitalen Welt. Auf diesen Plattformen werden eigene Links gespeichert, öffentlich geteilt und können von allen anderen Nutzern eingesehen werden. Ursprünglich waren die ersten Anbieter der Bookmarking-Tools eigene Indexierungslisten oder sind es immer noch. Mit einer ähnlichen bzw. derselben Funktion wie Google.

Das Web gleicht einer ständig wachsenden öffentlichen Bibliothek mit Milliarden von Büchern und keiner zentralen Kartei. Google erfasst im Wesentlichen die Seiten während des Crawlings und erstellt dann einen Index, damit wir genau wissen, wie man Dinge nachschlagen kann. Ähnlich wie der Index am Ende eines Buches umfasst der Google-Index Informationen zu Wörtern und ihrer Position. Vereinfacht gesagt suchen unsere Algorithmen im Index nach Ihren Suchbegriffen, um die entsprechenden Seiten zu finden.

Diese „ständig wachsende öffentliche Bibliothek“ erstellen die User der Social-Bookmarking-Dienste nicht-hierarchisch (DER Hauptunterschiede zu Google), selbst und gemeinschaftlich. Hier findet man somit auch häufiger Links zu Seiten, die der Googlebot (hier das Gesicht des „Täters“) eventuell nicht indexiert hat. Zudem gibt es bei den Plattformen auch häufig die Möglichkeit, eigenen Content zu kreieren, einzustellen und mit anderen zu teilen.

Zwei Beispiele aus der Kategorie „Social-Bookmarking“

 

1. delicious

Einer der Pioniere war der Social Bookmarking Dienst del.icio.us (heute: nur doch delicious). Um dort seine eigene Webseite indexieren zu lassen, existiert (oder: existierte) eine mehr als zweijährige Wartezeit, da jeder Eintrag von real-life-Menschen geprüft wird. Delicious gibt selbst an:

3 million registered users and 100 million unique URLs bookmarked

Das Interface setzt sich aus folgenden Kategorien zusammen:

  • Home
  • Bookmarks
  • People 
  • Tags

Die Bookmarks können getaggt und so auch von anderen Usern angeschaut werden, sollten diese nach eben diesem Tag suchen. In Deutschland ist Social Bookmarking nicht so präsent bzw. noch nicht wirklich bei den Internet-Nutzern angekommen. Was diese Länderübersicht über die Nutzer zeigt:

nutzer übersicht

Ob man diesen Dienst nutzt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Es ist jedoch ein gutes Tool für Internetnutzer, die sich ihre Suchergebnisse nicht durch Suchmaschinen „vordiktieren“ lassen wollen, eine gute Alternative, um doch an die nötigen Informationen zu kommen.

 

2. Mister Wong

Als 2. Dienst wollte ich euch Mister Wong vorstellen. Hört sich nach einem chinesischen Essenslieferservice an. Hatte aber im Grunde dieselbe Funktion wie delicious. Zudem konnte man hier eigene Inhalte als PDF einstellen und sie mit Gleichgesinnten teilen. Leider musste ich soeben feststellen, dass Mister Wong mittlerweile ein reines Fashion-Bookmarking-Tool. Wer sich doch dafür interessiert, hier der Link.

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