Social Media Marketing für gute Zwecke: Die Hashtag Killer

Water is Life benutzen Social Media Marketing für karitative Zwecke.

Das Original-Logo von Water is Life.

Ein hervorragendes Beispiel für Social Media Marketing von und für eine Non-Profit-Organisation stellt die „Hashtag Killer“-Kampagne von Water is Life dar (hier geht’s zur Homepage). Die Organisation hat sich die Bereitstellung von sauberem Wasser, vor allem mit technischen Gerätschaften wie modernen Filtern und Pumpen, sowie Sanitär- und Hygenieprogramme für Dörfer und Schulen in Entwicklungsländern auf die Fahne geschrieben. Nicht unbedingt ein sexy Thema, sollte man meinen. Aber mit einer guten Idee lässt sich auch ein sperriges Anliegen unter die Leute bzw. auf deren Bildschirme, Tablets und Smartphones bringen. Und zwar millionenfach.

Ein Video, perfekt für Social Media Marketing

Wie nun hat Water is Life das angestellt? Indem es den reichlich zynischen Hashtag #FirstWorldProblems – „Probleme“, die man sich finanziell leisten können muss – im Rahmen einer Social Media Kampagne als Aufhänger für ein eigenes, nur einminütiges Video nahm und zu einem positiv besetzten Schlagwort umformte. Dabei half ganz sicher, dass das Video extrem klug konzipiert ist und nicht mit Vorwürfen operiert, sondern im wahrsten Sinne des Wortes hintergründig auf echte Probleme aufmerksam macht.

„Anstatt sich über #FirstWorldProblems zu beschweren, haben die Leute angefangen, mit dem Hashtag unsere Botschaft weiterzuverbreiten und zum Spenden aufzurufen“, beschrieb Water is Life das Ergebnis des Videos, das sich nicht nur in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer verbreitete, sondern auch die Aufmerksamkeit zahlreicher großer „analoger“ Medien auf sich zog. Überaus gelungenes Social Media Marketing also, das beileibe nicht nur auf Social Media beschränkt blieb. Das Resultat im „realen Leben“ kann sich in Form der generierten Spenden ebenfalls mehr als sehen lassen: Das Äquivalent von mehr als einer Million Tagen sauberen Wassers für Bedürftige.

„Hashtag Killer“: Der Name war Programm

Vielleicht die entscheidende Komponente war der Name, den Water is Life seiner Kampagne gab: „Hashtag Killer“. Nicht nur der Versuch, einen Hashtag zu beenden (bzw. ihm eine positive Konnotation zu verleihen – zur Beendigung ist #FirstWorldProblems schon viel zu verbreitet), sondern der Beweis, dass man mit Social Media tatsächlich auch in der „echten“ Welt etwas bewegen kann. Und nicht nur etwas verkaufen. Social Media Marketing at its best, in jedweder Hinsicht.

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