Hohe View-through-Conversion.

Definition und Messung der View-through-Conversion.

Eine View-through-Conversion kennzeichnet den Hergang, wenn einem Benutzer auf der Google Suchergebnisseite oder auf einer anderen Internetseite im Google-Netzwerk eine Werbeanzeige erscheint, der Benutzer aber nicht auf die Anzeige klickt und innerhalb der nächsten 30 Tage dennoch die beworbene Internetseite besucht und eine als Conversion definierte Handlung (Interaktion, Anmeldung, Kauf etc.) durchführt.

Auch wenn der Benutzer nicht auf die Werbeanzeige geklickt hat, wird der Aufruf der Internetseite mit der geschalteten Anzeige durch einen Cookie registriert und einen Monat lang gespeichert. Erfolgt nun innerhalb eines Monats eine Conversion auf der beworbenen Internetseite, wird dieses Ergebnis der Anzeige zugeordnet.

Bei der Erfolgsmessung einer Anzeigenkampagne wird u.a. die Anzahl der View-through-Conversions berücksichtigt.

Szenario: Hohe View-through-Conversion.

Woran kann es liegen, dass man bei einer AdWords Kampagne eine hohe View-through-Conversion erreicht? Bei der Benennung von möglichen Gründen werden die folgenden Abläufe des Szenarios einzeln betrachtet:

1) Werbeanzeigen werden oft angezeigt (hohe Impressions)

Die AdWords Kampagne enthält zu viele verschiedene Keywords oder oft gesuchte Keywords. Dadurch steigt die Häufigkeit der Anzeigenschaltungen auf der Suchergebnisseite. Da die Anzeigen aber selten geklickt werden, reicht das Budget für eine längere Zeit, wodurch sich die Kampagnendauer wiederum verlängern und die Anzahl der Impressions erhöhen kann.

2) Anzeigen werden selten geklickt (niedrige Click-Rate)

Der Benutzer klickt nicht auf die Anzeige, weil er sie übersieht. Dies kann passieren, wenn die geschaltete Anzeige aufgrund eines starken Wettbewerbs auf einer hinteren Position erscheint.
Die Anzeigen der Wettbewerber sind auf höheren Positionen, weil die Wettbewerber mehr für eine Anzeige bezahlen oder weil ihre Anzeigen inhaltlich besser auf die Suchbegriffe abgestimmt sind.

Es kann aber auch sein, dass der Benutzer die Anzeige sieht, aber bewusst nicht darauf klickt, weil er sie nicht ansprechend findet. Dies kann an einem unpassend formulierten Anzeigentext oder an fehlenden Anzeigenerweiterungen wie Öffnungszeiten, Telefonnummer, Kundenbewertung, Ortsangabe usw. liegen.

3) Hohe Conversion wird erreicht (hohe Conversion-Rate).

Um eine Conversion zu erreichen muss natürlich in erste Linie das Produkt- bzw. Dienstleistungsangebot des Unternehmens zum Benutzer passen. Da ein Unternehmen neben der Schaltung von AdWords Anzeigen idealerweise auch viele weitere Online-Marketing-Maßnahmen durchführt, kann der Benutzer auch über einen anderen Weg auf die Internetseite geholt und zu einer Conversion bewegt werden. Z.B. über eine sehr gute organische Suchmaschinenoptimierung, über ansprechende Bannerwerbung auf fremden Internetseiten oder über sehr gut platzierte Affiliate-Links. Geschieht dies innerhalb von 30 Tagen nachdem der Benutzer die AdWords Anzeige gesehen und nicht darauf geklickt hat, wird die Conversion in der Kampagnenübersicht von AdWords fälschlicherweise der Anzeige zugeordnet.

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3 Kommentare

  1. Gut formulierter Artikel, nachvollziehbar zu lesen!

  2. Sehr schöner und gut gegliederter Artikel!

  3. Prima Artikel!

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