WDF*IDF – WTF?!

Ranken, ranken, ranken…

…Darum geht’s in der Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO, da vom Englischen „Search Engine Optimization“ abgeleitet). Grundsätzlich will jeder mit seiner Webseite bei Google mindestens unter den Top 10 der organischen Suchergebnisse zu finden sein. Bei organischen Suchergebnissen:

[…] handelt es sich um Platzierungen in den Suchergebnislisten, die aufgrund der Algorithmen von Suchmaschinen entstehen und nicht mit Geld beeinflusst werden können. D.h. eine gute Platzierung kann hier nicht erkauft werden.

Wie kommt das zustande?

Für die Platzierung bei den Suchmaschinen spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Einen wichtigen Faktor stellt – mittlerweile und zum Glück – der Content dar. Ist der Inhalt der Webseite so, dass er dem Suchenden, der ja stets nach einer bestimmten Information sucht, auch tatsächlich relevante Informationen zu seiner Suchanfrage liefert, rankt die Seite gut. Dass erreicht man, indem man die Inhalte auf gewisse Keywords optimiert. Beachte: Jede Seite sollte im besten Falle nur auf ein Keyword bzw. eine Keyword-Phrase (sog. Long-Tail) optimiert werden. Es geht hierbei nicht darum, dass Wort 1000 mal in einem 1500 Wörter Artikel zu benutzen, um besser zu ranken. Denn dadurch ergäbe der Text wahrscheinlich nur noch wenig Sinn. In SEO-Kreisen wird eine maximale Keyword-Dichte von 3-5% angenommen.

WDF*IDF – Eine Optimierungsmöglichkeit

Eine noch bessere Variante als die einfache Berechnung der Keyword-Dichte bietet der WDF*IDF-Ansatz. Hört man WDF*IDF zum ersten Mal, denkt sich meist jeder: WTF. Daher eine kurze Erläuterung. WDF steht für Within-Document-Frequency, also für das Verhältnis eines bestimmten Terms i zum restlichen Text in einem bestimmten Dokument j. IDF steht für Invert-Document-Frequency und hierbei wird die Gewichtung des Terms i zu allen anderen Dokumenten ähnlichen Inhalts, die im Web auffindbar sind, gesetzt. Dadurch erhält man einen ziemlich guten Überblick, wie man im Verhältnis zu potenziellen und/oder tatsächlichen Mitbewerbern bei einem bestimmten Thema steht.

WDF*IDF – Selbst berechnen?

Natürlich kann man, wenn man mathematikaffin ist, diese Formel selbst für seine Texte ausrechnen. Sollte hemand Spaß dran haben, hier die Formel:

WDF mal IDF ist eine Formel zur Berechnung der termgewichtung innerhalb eines Textes und im Vergleich zu allen anderen thematisch passenden Dokumenten, die im WWW auffindbar sind.

Die Formel der Termgewichtung

Aber warum sich den Stress machen, wenn es dafür Tools gibt. Eines davon findet man bei XOVI. Hier gibt man einfach die URL ein, die man untersucht haben will. Und kurze zeit später ist die Analyse schon fertig. so sieht das Ganze für meinen Beitrag zu „Social Bookmarking“ aus:

Das Bild zeigt eine WDF*IDF Analyse auf einer x/y-Achse. Dort ist angegeben, wie die Termgewichtung für die eigens angegebene URL ist sowie auch die der Konkurrenz und der Durchschnittswert.

WDF*IDF-Analyse durch XOVI

Ich weiß, Eigenlob stinkt. Aber die Übersicht zeigt, dass ich mit dem Keyword „Social Bookmarking“ schon einen ganz guten Schnitt erreichen konnte im Vergleich zum Durchschnitt. Viele der angezeigten weiteren Wörter, die im Umfeld des Terms „Social Bookmarking“ vorkommen, die andere in ihren Dokumenten mit dem Term verbinden, sind auch innerhalb meines Artikels zu finden. Optimieren könnte ich den Text, indem ich  die Terme „Social Bookmark“ im Singular und Plural baue. Weiterhin könnte ich die Wörter „blog“ und „neue“ verarbeiten, um so noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Dazu ließen sich definitv noch  ein bis fünf Sätze schreiben.

 WDF*IDF – OMG!

Ich finde dieses Analyse-Verfahren sehr hilfreich. Hauptsächlich, weil man sich dabei an seiner Konkurrenz und dem durchschnitt orientieren kann. Zudem lernt man dazu, wie die Suchenden suchen bzw. wonach sie anscheinend suchen und auch finden.

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Ein Kommentar

  1. Sehr informativ! Danke! Jetzt verstehe ich die Formel endlich! 😉

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